Fakten zum Kiez

Im Rudolfkiez – URBAN II – eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union

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 Blick auf das ehemalige „Eierkühlhaus" – dem heutigen „UNIVERSAL-MUSIC" Neue Hofgestaltung in den ehe- maligen NARVA-Produktions-stätten. Drei verschiedene Sandstein-quader bilden ein Ensemble in den Höfen der Oberbaum-City. Sicht auf verschiedene kernsanierte Gebäude der Oberbaum-City.


Der Rudolfkiez, gelegen zwischen „Oberbaum-City" und Markgrafen Damm, profitierte zu einem beachtlichen Teil von den Initiativen zu URBAN II. Die unter das Motto gestellt, „Barrieren überwinden", großartige Projekte auf den Weg brachten. URBAN II projezierte seine Förderung in ein Gebiet mit vier Quartieren, die sich rund um das Ostkreuz erstrecken. Sie wuchsen zu einer Gemeinschaftsinitiative zusammen und entwickelten aus den zur Verfügung gestellten Fördermitteln nachhaltige Projektideen, die sie zukunftsorientiert umsetzten. Über einen achtjährigen Zeitraum (2000 – 2008) flossen 15,12 Mio. Euro* von der Europäischen Union, 7,1 Mio. Euro* Bundes-, Landes- und bezirkliche Mittel sowie ca. 90.000 Euro* private Mittel in die geplanten Vorhaben.
Drei Förderschwerpunkte mit Maßnahmen wurden ermittelt und festgelegt, die nicht nur städtebauliche Barrieren überwinden sollten oder gar die Aufwertung des Stadtraumes zum Ziel hatten, sondern auch auf die Stärkung des Arbeitsmarktes einflußnehmen und eine Basis für soziales Miteinander zur Folge haben würden:

1. Arbeitsmarktliche und wirtschaftliche Maßnahmen

2. Stadträumliche Maßnahmen

3. Soziale, kulturelle und kommunikative Maßnahmen

Für den dritten Schwerpunkt wurden 10,3 Mio.* Euro vorgesehen und damit mit dem höchsten Förderanteil belegt. Hier flossen die Mittel in den Ausbau der soziokulturellen Infrastruktur und in die Schaffung von Angeboten der sozialen Betreuung und Selbsthilfe.

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Grundstück für gemischte Bebauung – geplant ist, Gewerbe, Kinderbetreuung und Wohnungen zentral unterzubringen. Zwischennutzung bis zum endgültigen Bautermin – ein flexibles DDR Bauwerk mit gewerblicher Nutzung. Aus einer unbebauten Fläche wurde eine eingezäunte Pausenoase für Be- triebsangestellte der HVB.


Für Schwepunkt 2 waren es 5,9 Mio.* Euro und für Schwerpunkt 1 waren es 4,7 Euro*. Auf eine so genannte „Technische Hilfe" entfielen 1,4 Mio. Euro*.
Es wurden 38* Projekte im Förderzeitraum umgesetzt. Dreizehn im Schwerpunkt 1., 13 im Schwerpunkt 2. und 12 im Schwerpunkt 3.
Durch Fördermittel des URBAN II-Fonds und weiteren Mitteln aus öffentlicher Hand sowie aus Privatfinanzierungen konnte der Kiez sein äußeres Erscheinungsbild, seit 2000, zunehmend verbessern. Nicht zuletzt auch durch zahlreiche Initiativen, die dem bürgerschaftlichen Engagement anzurechnen sind.
Einen großen Anteil an positiver Stadtteilentwicklung hat das „RuDi – Kultur- und Nachbarschaftszentrum". Die MitarbeiterInnen, die aus sozialen Förderstrukturen finanziert werden, versuchen durch hohen persönlichen Einsatz und mit sozialer Kompetenz den Besuchern und Nutzern aller Generationen, eine liebenswerte Heimstatt für kreative Entfaltung zugeben und ermöglichen bildungswilligen älteren Interessenten den Zugang zu neuen Medien.

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Pferdekutsche – eine tragbare Alter-native zur bestehenden Verkehrs-situation im Kiez? Gemütliches „Klönen" ist erwünscht.  Die „Schulfarm"— eine Abteilung der August-Sander-Schule,1. Be- rufsschule Friedrichshain – mitten im Stadtgebiet. 


Anfangs als „Rudi – der Kiezladen" (1994 in einem ehemaligen Gemüseladen, Am Rudolfplatz 5 gegründet) ansässig war, starteten von hieraus viele Projekte und Bürgerinitiativen, die der zunehmenden Verslammung im Kiez Einhalt boten. So wurde der Rudolfplatz Drogenfrei. Dem Wegzug aus diesem Gebiet wurde durch zunehmende Sozialierung entgegengewirkt. (Durch die Schließung vom NARVA-Glühlampenwerk Anfang 1990er Jahre fielen 5.000 Arbeitsplätze* in der Region weg. Ehemalige Betriebsangehörige verließen mit ihren Familien die Wohngegend. Handel und Gewerbe schrumpfte.)
Es bildeten sich Gemeinschaftsinitiativen, es gründete sich eine Elterninitiative aus der ein Bürgerverein „OBELISK" hervorging. Mit den noch verbliebenen Gewerbetreibenden und den „Neuen" aus der Oberbaum-City wurde vieles für den Kiez organisiert, dass auch zukünftig unvergessen bleibt. Zahlreiche Stadtteilfeste konnten in den letzten Jahren die Nachbarinnen und Nachbarn einander näher bringen und über Gespräche neue Ideen zur Aufwertung des Kiezes entstehen lassen.

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Eine nach Wettbewerbsaus-schreibung auf dem „Persius-Dreieck" modern gestalte Parkanlage mit Namen „Aus Land". Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln des Urban-II-Fonds.   „AUS LAND" wird durch einen Verkehrsknotenpunkt getrennt. Trotzdem erhält die Parkanlage durch den Schriftzug eine originelle Verbindung. Leider fällt sie oft Schmiererein und Vandalismus zum Opfer. Bürgergärten an der Lasker Straße. Junge Familien bauen sich ihr frisches Gemüse selbst an. Auch Sonnenblumen und andere Gewächse zieren die Beete. Die älteren Bürger der Gegend ge- nießen vornehmlich die Idylle.


Seit 2000 steigt die Bewohnerzahl wieder an, um 11 % wurde bis 2004* ermittelt. Heute sind es die 25 - bis 35-jährigen*, die den Kiez für sich und ihre Familien entdecken.
Weitere Bauvorhaben, die auch Arbeitsplätze in Wohnnähe ermöglichen, treffen auf zunehmendes Interesse und machen diesen Kiez liebenswert.

* Angaben übernommen aus Informationsmaterial: Barrieren überwinden; Bilanz des Urban II- Programms

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